Die Piratenkatze im Zuckerhof
Dieser Pirat versteckt sich am Eingang des Zuckerhofs und erinnert an die Blütezeit des Rumhandels in Flensburg des 18. und 19. Jahrhunderts.
Der Hof in der Norderstraße 31 war einst ein wichtiger Ort für die Lagerung des Rohrzuckers. Durch die schnelle Anbindung zum Hafen konnten tonnenweise Rohzucker in den großen Speichern gelagert und weiter verarbeitet werden. Zu den Spitzenzeiten gab es über 200 Rumhäuser auf einer Einwohnerzahl von gerade mal 10.000. Statistisch gesehen kamen so auf etwa alle 50 Einwohner ein eigenes Rumhaus.
Die Schattenseite des großen Rumhandels
Der Handel mit Rum hat der Stadt Flensburg einen großen wirtschaftlichen Aufschwung verpasst, jedoch unter dem Augenmerk das dieser Erfolg auf kolonialer Ausbeutung, Verschleppung und Zwangsarbeit von Sklaven basierte. Obwohl Flensburg als damalige drittgrößte Stadt des dänischen Königreiches viel ehrbare Kaufmannsleute pflegte, profitierten diese jedoch systematisch von dem transatlantischen Sklavenhandel.